Als mental offene und engagierte Texterin wende ich mich ebenso beherzt wie kreativ auch den verwegensten Themen zu. Was immer auch die Kunden in Worte gefasst haben wollen – als aufgeschlossene und allseits belesene Texterin bin ich für so gut wie alles zu haben. Und wenn ich mich mal an einem Sujet so richtig festgesaugt habe, dann gebe ich immer alles. Was der Kunde dann am Ende schwarz auf weiß bekommt, ist in technischer wie auch in formaler sowie inhaltlicher Hinsicht absolut fehlerfrei und strotzt nur so vor Begeisterung. Letztere entsteht ganz von selbst aus der Freude, mit der ich als Texterin meine Arbeit mache. Doch leider wirkt diese positive Emotionalität auf manche Kunden anspornender, als es mir lieb ist. Denn wenn sich die Kunden im Besitz des für sie passgenau ausgearbeiteten Beitrages plötzlich dazu angeregt fühlen, eigene amateurhafte Verschlimmbesserungen hinzuzufügen, dann ist alles, wofür ich mich so hingebungsvoll ins Zeug gelegt habe, total im Eimer. Und das tut mir als perfektionistischer und professioneller Texterin so richtig weh.

Das SEO-Leid der Texterin

Viele Kunden haben sehr genaue Vorstellungen von den Suchstichworten, für die der zu schreibende Text optimiert sein soll. Solche Wünsche erfülle ich als gewissenhafte Texterin sowohl mit der nötigen schriftstellerischen Sorgfalt als auch mit den jeweils aktuell gültigen Suchmaschinenparametern im wachsamen Hinterkopf. Manchmal geben die Kunden allerdings keine festen Suchstichworte, sondern nur ein allgemeines Thema vor, das der Textbeitrag in einer festgelegten Länge abhandeln soll. Gar kein Problem, so etwas schreibe ich natürlich auch gerne. Wenn dann allerdings der Kunde später den abgelieferten Text selbst auf eigene Faust mit seinen nachträglich ins Bewusstsein aufgestiegenen Keywords so grauenhaft zuballert, dass der guten alten Tante Gugel die Feder aus dem Hut springt, dann braucht auch die Texterin schon mal einen außerplanmäßigen Betablocker.

Die Fehlerhöllen der Texterin

Wurde ein in jeder Hinsicht einwandfreier und maßgeschneiderter Text abgeliefert, fällt dem Kunden beim aufmerksamen Durchlesen auch schon mal hier und da noch etwas Zusätzliches ein, was bitte auch noch Erwähnung finden soll. Sofern der Kunde dann für die spontane Ergänzung sorgfältig und mit Bedacht in die eigenen Tasten haut, ist das auch gar kein Thema. Doch leider bauen viele Kunden im Eifer des Wortgefechtes jede Menge an Schreibfehlern, an Satzzeichenfehlern und an formalen Fehlern ein, wodurch die Qualität des Beitrags natürlich derbe leidet. Dazu kommt noch die Problematik, die eine allzu sorglos und schluderig angewendete „Copypaste“ mit sich bringt. Dann stehen da plötzlich die selben Worte zweimal hintereinander im Satz, oder ganze Abschnitte tauchen unter einer völlig falschen Überschrift wieder auf. Wen wundert es, wenn bei solchen hässlichen Anblicken der gebeutelten Texterin die Haare bluten?

Verzweifelte Texterin

Verzweifelte Texterin

Natürlich kann jeder Kunde mit dem Text, den er beauftragt und rechtmäßig erworben hat, machen, was er will. Es kann aber der Sache des Kunden sicher nicht dienen, aus einer professionellen und fehlerfreien Arbeit durch eine gefährliche Selbstüberschätzung der eigenen literarischen Qualitäten einen Haufen Buchstabenschrott zu machen. Schließlich käme ja auch keiner auf die törichte Idee, sich schicke neue Klamotten auf den Leib schneidern zu lassen, um diese dann vor dem ersten Tragen erstmal so richtig mit Kaffee, Tee, Rotwein, Blut, Gras und Kettenfett vollzusauen. Wer diesen Vergleich zu drastisch findet, hat noch niemals eine Texterin gesehen, die im stillen Kämmerlein einfach nur vor sich hingeheult hat, als sie sehen musste, was ihrem Produkt gedankenlos angetan wurde.

– Carina Collany –

 

 

Daniel Deppe / ONLINETEXTE.com

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